Das Wichtigste in Kürze
- Der Markt hat sich seit 2022 um ca. 25% korrigiert – laut Chrono24 ChronoPulse Index
- 2024 zeigt Stabilisierung, aber Experten sehen noch keine klare Trendwende
- Rolex bleibt die liquideste Marke im Sekundärmarkt
- Patek Philippe und AP haben 2024 leicht an Wert verloren
- Preise variieren stark je nach Modell, Zustand und Ausstattung – immer mehrere Quellen prüfen
Was ist 2021-2024 passiert – und wo stehen wir jetzt?
Der Luxusuhren-Sekundärmarkt erlebte 2021-2022 einen beispiellosen Boom. Rolex Daytona, Patek Philippe Nautilus und Audemars Piguet Royal Oak erreichten Preise von 200-300% über Listenpreis. Die Korrektur 2023-2024 hat den Markt normalisiert – und bietet jetzt neue Chancen für 2026.
Beispiel Patek Philippe Nautilus 5711: Listenpreis war ca. €35.000, Marktpreis 2022: teilweise über €150.000. Ende 2024: ca. €85.000-100.000 (Quelle: Chrono24, WatchTime). Wer am Höchststand gekauft hat, sitzt auf erheblichen Verlusten. Aber: Wer vor 2020 gekauft hat, ist oft noch im Plus.
Typische Probleme:
- Hype-getriebene Preise: Social Media und Spekulanten trieben Preise in unrealistische Höhen
- Zinswende: Steigende Zinsen machten alternative Anlagen attraktiver
- Überangebot: Viele Spekulanten verkauften gleichzeitig
- Wirtschaftliche Unsicherheit: Inflation und Rezessionsängste dämpften Luxuskonsum
- Marktsättigung: Die Nachfrage nach Hype-Modellen ist gesättigt
Der Markt 2026: Ausblick und Chancen
Nach der Korrektur 2023-2024 zeigt der Markt Anzeichen einer Stabilisierung. Experten warnen jedoch: Es ist noch zu früh, von einer echten Trendwende zu sprechen. Für Käufer können sich Chancen bieten, Verkäufer sollten realistische Erwartungen haben.
Marktentwicklung nach Segmenten
- Rolex Sport-Modelle: Submariner, GMT-Master, Daytona: 15-25% unter Höchststand, aber weiterhin über Listenpreis. Stabile Nachfrage.
- Patek Philippe: Nautilus und Aquanaut stark korrigiert (-40%), aber immer noch Premium. Komplikationen stabil.
- Audemars Piguet: Royal Oak korrigiert, aber weniger stark als Patek. Offshore-Modelle schwächer.
- Andere Marken: Omega, Tudor, Cartier: Moderate Korrekturen, teilweise unter Listenpreis. Gute Kaufgelegenheiten.
- Vintage: Eigener Markt, weniger von Hype betroffen. Seltene Stücke weiterhin stark nachgefragt.
Vorteile:
- Für Käufer: Beste Einstiegschancen seit 2020 – viele Modelle 20-30% günstiger
- Für Verkäufer: Markt ist liquide, aber Preiserwartungen anpassen
- Für Sammler: Qualität setzt sich durch – seltene Stücke bleiben wertvoll
- Für Händler: Professionalisierung des Marktes schreitet voran
Zahlen & Fakten
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Preisentwicklung Top-Modelle: Rückblick und Ausblick 2026
Ungefähre Preisentwicklung für gefragte Modelle (alle Angaben ca. und ohne Gewähr – Preise variieren stark je nach Zustand, Baujahr und Ausstattung):
Vorher
- Rolex Daytona 116500LN: ca. €35.000 (2022) → ca. €26.000-30.000 (Ende 2024)
- Patek Nautilus 5711: ca. €150.000-180.000 (2022) → ca. €85.000-100.000 (Ende 2024)
- AP Royal Oak 15500ST: ca. €50.000-55.000 (2022) → ca. €37.000-43.000 (Ende 2024)
- Rolex Submariner 126610: ca. €16.000 (2022) → ca. €12.500-14.000 (Ende 2024)
Nachher
- Daytona: ca. -25% vom Höchststand, weiterhin über Liste
- Nautilus: ca. -40% vom Höchststand, weiterhin Premium
- Royal Oak: ca. -25% vom Höchststand
- Submariner: ca. -15-20% vom Höchststand, stabil über Liste
Alle Angaben sind Schätzungen basierend auf Marktbeobachtungen Ende 2024. Die tatsächlichen Preise können erheblich abweichen. Für aktuelle Preise empfehlen wir Chrono24, WatchCharts oder mehrere Händlerangebote. Hinweis: Die Korrektur traf vor allem Spekulanten – wer Uhren zum Tragen gekauft hat, ist oft noch im Plus.
Ausblick 2026: Vorsichtige Einschätzung
Prognosen im Uhrenmarkt sind schwierig. Basierend auf aktuellen Daten (Chrono24, WatchCharts) und Experteneinschätzungen:
- Stabilisierung möglich: Die starke Korrektur scheint abgeschlossen, aber eine klare Trendwende ist nicht absehbar
- Externe Faktoren entscheidend: Zinsen, Wirtschaftslage, Krypto-Markt beeinflussen die Nachfrage stark
- Rolex bleibt liquid: Höchste Handelsvolumen, stabilste Preise im Vergleich
- Vorsicht bei Hype-Modellen: Neue Releases können schnell an Wert verlieren
- Keine Garantien: Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wie sich der Markt entwickelt
Wichtig: Diese Einschätzungen sind keine Anlageberatung. Kaufen Sie Uhren, die Sie tragen möchten.
Luxusuhren als Investment: Realistische Erwartungen
Luxusuhren können wertstabil sein, aber sie sind keine Geldanlage im klassischen Sinne:
- Pro: Inflationsschutz, Freude am Tragen, keine laufenden Kosten
- Contra: Keine Rendite, Servicekosten, Versicherung, Lagerung
- Realität: Die meisten Uhren verlieren Wert. Nur wenige Modelle (Rolex Sport, Patek Nautilus) steigen langfristig
Fazit: Kaufen Sie Uhren, die Sie tragen möchten. Wenn sie ihren Wert halten, ist das ein Bonus – keine Erwartung.
"Ich habe 2019 eine Submariner für €9.000 gekauft, weil ich sie haben wollte – nicht als Investment. Dass sie heute €12.000 wert ist, freut mich. Aber ich würde sie auch behalten, wenn sie €7.000 wert wäre."
— Uhrensammler aus München
Häufig gestellte Fragen
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Der Luxusuhren-Sekundärmarkt hat sich nach dem Hype 2021/22 um etwa 25% korrigiert. Die Preise haben sich 2024 stabilisiert, aber eine klare Trendwende ist noch nicht absehbar. Käufer finden teilweise günstigere Einstiegschancen, Verkäufer sollten ihre Preiserwartungen anpassen. Langfristig bleibt der Markt für hochwertige Uhren interessant – als Wertgegenstand, nicht als spekulative Anlage.
Markt ca. 25% unter Höchststand (Quelle: Chrono24)
Rolex 2024: +1,34% | Patek: -0,09% | AP: -1,29%
Prognosen sind unsicher – externe Faktoren spielen große Rolle



